Warum kann eine Gruppe hilfreich sein?
Viele Kinder und Jugendliche denken zunächst: „Nur mir geht es so.“
In einer therapeutischen Gruppe erleben sie häufig: „Anderen geht es ganz ähnlich wie mir.“
Das kann entlasten, Mut machen und das Gefühl verringern, mit den eigenen Schwierigkeiten allein zu sein.
In einer Gruppe können Kinder und Jugendliche:
- von den Erfahrungen anderer lernen,
- neue Verhaltensweisen in einem geschützten Rahmen ausprobieren,
- Rückmeldungen erhalten,
- schwierige Situationen Schritt für Schritt üben,
- erleben, wie andere trotz Angst aktiv werden,
- sich gegenseitig ermutigen,
- gemeinsam Fortschritte wahrnehmen.
Gerade bei sozialen Ängsten bietet eine Gruppe konkrete Übungsmöglichkeiten, die in einer Einzeltherapie nur eingeschränkt hergestellt werden können.
Verhaltenstherapeutische Gruppen sind eine wissenschaftlich untersuchte Behandlungsmöglichkeit bei Angststörungen im Kindes- und Jugendalter. Ob eine Gruppen- oder Einzeltherapie im individuellen Fall geeigneter ist, wird persönlich geprüft.